Aktionen

Aktionen

Auf dieser Seite sehen Sie eine kleine Auswahl von Pflanzaktionen, die wir seit 2010 regelmäßig veranstalten.

Mit 45 Teilnehmern durften wir am 24. März 2019 einen ganz besonderen
Tag gemeinsam verleben. Im schönen Rodetal bei Nörten-Hardenberg konnten wir, nachdem die Stürme des letzten Jahres die dort am falschen Platz gepflanzten Fichten fast komplett umgeworfen hatten, einen ökologisch wertvollen Erlenbruchwald pflanzen.


Die 400 jungen Schwarzerlen sind besonders geeignet , den Hang am
Bachlauf zu sichern und vertragen Hochwasser und Nässe an den Wurzeln
besonders gut.


Zudem ernährt das fallende Laub im Rodebach viele Kleinlebewesen und
verbessert die Artenvielfalt im Fließgewässer.
Als Schutz vor Rehböcken bekam jeder Baum einen Schutz durch
Bambusstäbe. Diese schützen die beim Rotwild beliebte Rinde zum Schaben
und damit die Jungbäume vor dem Austrocknen.
Ein Lagerfeuer mit Stockbrot backen, Waldpädagogik sowie Abenteuer am
Rodebach und gemütliches Beisammensein rundeten einen wunderbaren Tag bei perfektem Pflanzwetter ab.
Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Baumpflanzaktion mit den Landesforsten und dem RUZ Reinhausen im Herbst und bedanken uns
herzlich!

Trotz des morgendlichen Frostes waren über 30 Kinder und junge Erwachsene, zum Teil mit ihren Eltern, ins schöne Rodetal bei Nörten-Hardenberg gekommen.
Wegen der großen Waldschäden des Januar Sturmes „Friederike“, wollten wir den sehr geforderten Förstern helfen, dass möglichst schnell wieder Bäume auf dieser kahlen Flächen wachsen werden.

          

Mit viel Herzblut pflanzten wir unter fachlicher Anleitung von Forstreferendar Max 500 junge Ahornbäume, welche wir in Gruppen zu je 50 Bäume in die Erde gebracht haben.
Trotz der Kälte konnten die jungen Waldbewohner ohne größere Probleme gepflanzt  werden, da die humose Erde sehr locker war- ein Wunder, das viele frühere Baumgenerationen und Kleinstlebewesen vollbracht haben!

Der nun entstehende Mischwald aus Lärchen, Ahorn, Buchen und wenigen Fichten wird den Folgen des Klimawandels wie längere Trockenheit und starken Stürmen besser begegnen können. Zudem ist die Bindung von CO2 in einem Mischwald höher, als in dem hier früher vorhandenen Fichtenwald.

         

Besonders schön war das wärmende Lagerfeuer, gerade für die kleinen Kinder am Morgen. Unser Waldpädagoge Jan hatte für sie spannende Spiele auf Lager!
Nach getaner Arbeit haben wir alle das Stockbrot und das Beisammensein miteinander genossen und konnten die wunderbare Sonne im Spätherbst genießen mit einem hoffnungsvollen Blick auf die sich nun wieder begründende Fläche.

          

Mit unserem jüngsten Teilnehmer: 3 Monate alt

Gemeinsam können wir so viel bewegen, was einer allein nicht schaffen kann! Wir danken allen Teilnehmern für den Einsatz, es hat enorm viel Freude bereitet!

Das Ende für viele Bäume, bedingt durch die schweren Sturmschäden vom Januar 2018, war und ist zugleich eine Chance für einen Neuanfang:
Mit 43 Teilnehmenden, darunter 28 Kinder, Jugendliche und junge Studenten, konnten wir eine entstandene Lücke im Wald schließen und 600 Bergahorn Bäume pflanzen.

Der Bergahorn ist ideal geeignet, an der felsigen Hanglage einen neuen, stabileren Waldbestand in Verbindung mit dort noch vorhandenen Buchen zu bilden. Die Landesforsten Niedersachsen/ das Waldpädagogikzentrum Göttingen hatten die Fläche hervorragend für uns vorbereitet mit Pflanzstäben. So wussten auch die Kinder, die das erste Mal im Wald gepflanzt haben, wo die jungen Bäume in die Erde kommen sollten.

Die Waldarbeiter mussten vor diesem Tag Schwerstarbeit leisten, da die entwurzelten Bäume nur mit großer Mühe von den steilen Hängen gezogen werden konnten. Durch die riesigen Wurzelteller der umgefallenen Nadelbäume bekamen wir eine eindrucksvolle Vorstellung der großen Naturgewalten. Die Wurzeln der alten Bäume bleiben auf der Fläche und bieten für Käfer und viele weitere Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum für 100 Jahre und mehr, in denen sich diese Wurzeln zersetzen werden. Ein schönes Pädagogikprogramm für die Kinder, die vom Pflanzen müde waren, gab es ebenso wie ein romantisches Lagerfeuer mit Stockbrot.

     

5 syrische und jordanische Studenten und Flüchtlinge haben mit großer Tatkraft und Freude geholfen und wir wünschen Ihnen, wie allen anderen jungen und älteren Menschen, dass sie feste Wurzeln bilden können im Leben!
Vielen Dank für die tolle Erfahrung und Zusammenarbeit mit dem Waldpädagogikzentrum und den Landesforsten Niedersachsen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Aktion im Herbst!

   

Am 5. November durften wir unsere 15. Pflanzaktion durchführen. Am Wendebach zwischen Reinhausen und Bettenrode konnten wir zwei freie Flächen direkt am Bachlauf mit 200 Stieleichen bepflanzen. Es mussten aus Sicherheitsgründen einige Bäume im Frühjahr gefällt werden.

Trotz Dauerregens kamen fast 30 sehr motivierte und gut gelaunte Teilnehmer, davon 17 Kinder und Jugendliche, worüber wir uns besonders gefreut haben. Nach getaner Arbeit in frischer Luft konnten wir den Schutz und das Lagerfeuer in einer nahe gelegenen Steinzeithöhle genießen, wie unsere Vorfahren es schon vor mindestens 3.500 Jahren getan haben.

Das war erstaunlich warm und wir fühlten uns unseren Vorfahren sehr nahe und verbunden. Das RUZ Reinhausen/ Waldpädagogikzentrum Göttingen hatte die Flächen mit Hilfe einer Schülergruppe sehr gut vorbereitet und auch den notwendigen Einzelschutz der jungen Eichen durchgeführt, sodass wir alle früh ins warme Zuhause konnten und uns an diese besondere Pflanzaktion erinnern werden.

Im Oktober 2016 wurden 50 Eiben in Eddigehausen bei Bovenden nahe der historischen Plesse-Burg gepflanzt. Der dort bestehende Eibenwald gehört zu den größten und bedeutendsten in ganz Deutschland. Aufgrund der Giftigkeit der Nadeln und roten Beeren wurden die frei wachsenden Eiben in den letzten Jahrhunderten weitgehend gerodet, denn viele Tiere kamen nach dem Verzehr der Früchte oder Nadeln zu Tode.

Die Eibe gehört zu den wenigen einheimischen Nadelbäumen in Südniedersachsen. So gab es mehrere gute Gründe, diese Baumart zu pflanzen unter fachkundiger Anleitung. Die sehr langsam wachsenden Jungbäume wurden mit Stahlmatten aufwändig als Einzelschutz gepflanzt. Bei Familie Hoffmann- Busch gab es zur Belohnung Pizza und Stockbrot und die Sonne verwöhnte alle fleißigen Helfer- eine gut gelungene 13. Pflanz-Aktion für Alle !

Im April 2016 wurden 1.000 Weißtannen gepflanzt mit über 30 beherzt und engagiert pflanzenden Teilnehmern, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die Weißtanne wurde gewählt, da sie im Bestand zu den gefährdeten Baum-Arten in Deutschland gehört. Da noch einige Altbäume auf der Fläche Schatten spenden, ist sie im Reinhäuser Forst besonders geeignet. Die Jungbäume wachsen auch bei wenig Lichteinfall gut an.

Fachlich sehr gut vorbereitet und begleitet wurde diese Aktion durch das RUZ Reinhausen/ Waldpädagogikzentrum Göttingen. Finanziert wurde diese Aktion durch eine Spende der Göttinger Werbegemeinschaft pro city GmbH, die durch eine 1.000,-€ Spende bei Abgabe von 20.000 Stoffbeuteln an der Universität und den teilnehmenden Innenstadt Geschäften gesammelt werden konnten. So werden künftig viele Plastiktüten eingespart und 1.000 Bäume dämpfen den Klimawandel und erhöhen die Artenvielfalt und damit Stabilität in unseren Wäldern- ein perfekter Mix.

Die erste Baumpflanz-Aktion im Stadtgebiet Göttingen fand unter fachlicher Leitung des Stadtforstamtes, Herrn Levin, gemeinsam mit der Realgemeinde Roringen im Nov. 2015 statt. Etwa 50 motivierte Kinder, einige mit ihrer Familie und Studenten kamen zur 11. Pflanz-Party unserer Göttinger Baumpflanz-Gruppe. Bei strahlendem Sonnenschein durften wir auf einer verdichteten Waldfläche 320 Tannen pflanzen. Pflanzlöcher mussten mit der Spitzhacke vorbereitet werden- das war harte Arbeit! Ausgewählt wurde diese Fläche vom Forstamt Göttingen, da durch Windwurf und Käferfraß große Lücken im Wald klafften seit der Sturm Kyrill in Deutschland große Schäden im Wald anrichtete.

Da hier keine Bäume von selbst gewachsen sind, wurde die Tanne als Wegbereiter für einen künftigen und natürlichen Mischwald gewählt. Die Jungbäume wechseln binnen 7 Jahren einmal komplett ihr Nadelkleid , sodass die Nadeln den Boden lockern und düngen. Durch die fleißige Arbeit der Vögel werden sich dann eine Vielzahl von verschiedenen Baumarten dort ansiedeln und wachsen können, während die Tannen über 10 Jahre als Weihnachtsbäume gefällt werden.

Eine ungewöhnliche und kluge Art der Waldentwicklung, wenn der Boden keinen natürlichen Bewuchs ermöglicht. Auch hier haben wir gerne sinnvolle Pionierarbeit geleistet. 30 Eiben mit Einzelschutz gegen Wildverbiss wurden in aufwändiger Arbeit auf einer Waldrandfläche gepflanzt. Als Danke schön wurde von der Realgemeinde gegrillt und Stockbrot am Lagerfeuer ließen diesen Sonntag zu einem gelungenen Familienausflug werden.

Oberode bei Hann. Münden war sogar zwei Mal Schauplatz unserer Baumpflanz-Aktionen in 2014 und 2015. Ausgewählt wurde diese Fläche vom Forstamt Münden, da durch Windwurf und Käferfraß große Lücken im Wald klafften seit der Sturm Kyrill in Deutschland große Schäden im Wald anrichtete

Eine Hochmoor ähnliche Fläche mit tiefen Pfützen war eine besondere Herausforderung für die 35 Teilnehmer. Genau diese Staunässe war der Grund, weshalb Stieleichen als geeignete Baumart zur Pflanzung ausgewählt wurde. Viele dieser Eichen werden erst in voller Pracht stehen, wenn die nächste Menschengeneration diese prächtigen Bäume bewundern wird.

So konnten wir lernen, dass Vieles, was wir tun, über unser Erleben hinaus ragt und weiter wachsen wird- ein großer Lebens-Kreislauf. 2.000 Jungbäume konnten wir mit vielen fleißigen Kinderhände und Begleitung einiger Erwachsener pflanzen- ein toller Erfolg!